Zwischen Satire und Agitation – der "Simplicissimus" und die deutsch-polnischen Beziehungen in der Zwischenkriegszeit

 

Der Erste Weltkrieg war eine Zäsur, wie sie Europa bis dato noch nicht erlebt hatte. Am Ende dieses Krieges, der eigentlich Weihnachten 1914 hätte beendet sein sollen, zerfielen in Ostmitteleuropa die drei großen Imperien und Ordnungsmächte, das Russische Zarenreich, Österreich-Ungarn und das Deutsche Kaiserreich. Infolgedessen entstand eine ganz neue Landkarte dieser Region, da die dortigen Nationalbewegungen nach eigenen, unabhängigen Staaten strebten. Auch die polnische Bevölkerung spürte die Gunst der Stunde und gründete mit Erfolg im November 1918 die heute sogenannte Zweite Republik. Dies war bemerkenswert, hatte es doch einen polnischen Staat nach den drei Teilungen Polens für über 120 Jahre nicht gegeben. Jedoch waren nicht alle glücklich über diesen neuen Staat in Ostmitteleuropa. Vor allem Deutschland war das junge Polen ein Dorn im Auge, weil es auch auf Kosten von Territorien entstanden war, welche zuvor Teile des Deutschen Reichs gewesen waren und im Zuge des Versailler Vertrags Polen zugesprochen wurden. Aus diesem Grund standen die deutsch-polnischen Beziehungen von Beginn an unter keinem guten Stern. Zweifellos bedeutete das Ende des „Großen Krieges“, wie man ihn damals nannte, ebenso eine Zäsur für den Simplicissimus aus München, allein schon thematisch. Viele Themen, zum Beispiel die Geschicke des Kaiserreichs oder die Person Wilhelms II., die zuvor noch des Satirikers täglich Brot waren, fielen nun durch ihr Verschwinden weg. Jedoch muss solch eine turbulente Zeit für eine Satirezeitschrift auch wie ein gefundenes Fressen gewirkt haben, unzählige neue Themen und Möglichkeiten taten sich auf, die es zu kommentieren galt. Anstelle der alten Garden traten nun in allen Ländern neue Persönlichkeiten auf die politische Bühne, alte Ordnungen zerfielen, neue Staaten wurden geboren. Und andernorts war der Krieg ja noch nicht vorbei, denn im Zuge neu ausgebrochener Konflikte sollte noch über Jahre gekämpft werden. In dieser Fülle neuer Themen war die Existenz eines polnischen Staates jedoch keine wirkliche Unbekannte für den Simplicissimus. Der Simplicissimus beschäftigte sich bereits mit Polen und publizierte in dieser Frage eine Reihe von Karikaturen und Berichten, als die Errichtung eines polnischen Staates im Zuge des deutschen Vorrückens nach Osten 1915/1916 Thema war. Die faktische Entstehung eines unabhängigen polnischen Staates war jedoch eine Sache von neuem Ausmaß. Aus diesem Grund ist für mich interessant, wie der Simplicissimus auf Polen in der Zwischenkriegszeit blickte. Dabei möchte ich versuchen zu zeigen, wie der Simplicissimus die deutsch-polnischen Beziehungen darstellte, welche Themen er aufgriff und welche auch nicht, wie sein Polenbild in dieser Zeit aussah und wie der Simplicissimus mit seinen Beiträgen zur Meinungsbildung über Polen beitrug.

 

Polens Entstehung und erste deutsch-polnische Berührungspunkte

Wie also wird das neue Polen im Simplicissimus dargestellt? Aufschlussreich ist in dem Fall eine Karikatur, die noch vor der Erlangung der polnischen Unabhängigkeit veröffentlicht wurde und gewissermaßen eine Vorahnung auf Zukünftiges ist. In „Krapulinski und Waschlapski“[1] [s. Abbildung 1] von Wilhelm Schulz können wir einen Herrn, der Polen darstellt, erkennen, der zwischen Schweinen steht und sagt: „Wir ruhen nicht, bis wir nicht Danzig haben!“ Bezeichnend ist hier der Titel, der abfällige Bezeichnungen mit typisch polnischen Endungen von Nachnahmen verknüpft. Tatsächlich kamen diese Begriffe auch in einem Lied von Heinrich Heine vor, waren also nicht unbekannt. Neben der Abfälligkeit gegenüber Polen gibt diese Karikatur auch Auskunft über polnische Gebietsansprüche und die Rezeption in Deutschland. Diese Gebietsansprüche sind auch Thema in Thomas Theodor Heines Karikatur mit dem bissigen Titel „Das Selbstbestimmungsrecht der Polen“[2] [s. Abbildung 2]. Hier ist das Thema der polnischen Gebietsansprüche noch plakativer dargestellt, da die deutschen Adler einfach und schnell zu polnischen Adlern verändert werden. Alles in allem gibt uns das Bild Polens im Simplicissimus von 1918 einen guten Vorgeschmack auf die kommenden deutsch-polnischen Auseinandersetzungen, die vorrangig um Territorialfragen kreisen. Interessant ist jedoch, dass ein Ereignis Ende 1918 nicht im Simplicissimus erwähnt wird: Um seine Ansprüche noch vor dem Inkrafttreten des Versailler Vertrags durchzusetzen, erhob sich die polnische Bevölkerung in der Region um Posen, um das Gebiet unter ihre Kontrolle zu bringen. Durch die effektive Organisation in der Region und den Rückhalt der Bevölkerung, die mehrheitlich polnisch sprach, war der sogenannte Posener oder Großpolnische Aufstand von Erfolg gekrönt. Eine Demarkationslinie der Alliierten trennte noch dazu die beiden Seiten und festigte den polnischen Griff um die Provinz Posen. Für Deutschland bedeutete der Verlust dieser Region sowohl einen wirtschaftlichen als auch moralischen Schlag. Dabei gab es auf deutscher Seite wenig Zweifel, dass diese Provinz im Zuge der Versailler Verhandlungen an Polen fallen würde. Sie wurde Teil des „Polnischen Korridors“, von dem noch später die Rede sein wird. Dennoch gab es Verbitterung in Berlin aufgrund der Art und Weise des Verlustes und der Tatsache, dass die Versuche, das Gebiet in Deutschland zu halten, erfolglos geblieben waren. All dies wurde im Simplicissimus mit keiner Silbe erwähnt, um gegebenenfalls gegen Polen zu schießen. Denkbar ist, dass die Redaktion sich aufgrund der Unausweichlichkeit des Verlustes der Region nicht empört hat, zumal es hier auch keine Volksabstimmung über den Verbleib der Provinz Posen in Deutschland gab. Im Fall von Oberschlesien nahm der Simplicissimus eine ganz andere Rolle ein, wie später noch gezeigt wird.

1919 mündet die Vorahnung des Simplicissimus in Verärgerung über das neuentstandene Polen. Dies ist besonders sichtbar in drei Karikaturen: „Volksabstimmung“, „Vogelfrei“ und „Die Wiederherstellung Polens“.[3] Themen in diesen Karikaturen sind generell die deutsche Frustration über den Zustand mit Polen als neuem Nachbarstaat, die deutsche Machtlosigkeit in diesem Thema, da Polen über mächtige alliierte Verbündete verfügt, der polnische Opportunismus, der Deutschland ausnutzt, und allgemein die abfällige Sicht auf Polen als Land voller Schmutz und Unordnung. Die Autoren des Simplicissimus gehen sogar soweit, Polen mit den radikalen Linken des Spartakusbundes in Verbindung zu bringen, was die beiden Beiträge „Spartakus“ und „Spartakus und Polen“ verdeutlichen.[4] Hier ist augenscheinlich das Ziel, den Groll auf die Linken in manchen deutschen Gesellschaftsbereichen auf Polen zu projizieren. So markiert das Jahr 1919 einen wichtigen Zwischenschritt in der Polendarstellung des Simplicissimus. Diese charakterisiert sich durch eine erhöhte Einseitigkeit, nämlich in der negativen Darstellung Polens und seinem Verhältnis zu Deutschland. Es scheint aber eher nur ein Aufbau der Spannung hin zum Höhepunkt in den beiden darauffolgenden Jahren zu sein, in denen die Darstellung Polens im Simplicissimus sowohl quantitativ als auch thematisch neue Ausmaße erreichte. Bevor wir in dieser Frage weitergehen, möchte ich noch zwei Themen ansprechen, die das weitere Verständnis der Karikaturen bezüglich Polens erleichtern. Die erste Frage, die aufkommen kann, ist die der typischen Attribute Polens oder der Polen in der deutschen Karikatur, wozu Tomasz Szarota einen erhellenden Aufsatz verfasst hat, der das Thema in Fülle behandelt. Zuallererst macht er darauf aufmerksam, dass das Polenbild zwischen 1914 und 1944 mehrfachen Wandlungen unterzogen ist. Während es in den Jahren des Ersten Weltkrieges deutlich positiv ist, was mit der Errichtung eines möglichen polnischen Vasallenstaates auf deutscher Seite korreliert, so wechselt das Polenbild am Ende des Krieges ins Negative. Dieses schlechte Bild bleibt dann über den Zeitraum der Weimarer Republik bestehen und erreicht seine schärfste Form unter anderem in der Zeit der Versailler Konferenz und der drei Schlesischen Aufstände. Weshalb jedoch ist die Darstellung Polens so negativ, möchte man fragen? Hier spielen zwei Faktoren mit ein. Der offensichtlichere erste ist der Lauf der Geschichte, welcher in Bezug auf die deutsch-polnischen Beziehungen keine rosigen Grundvoraussetzungen bot, da Polen in Teilen auf Kosten deutschen Territoriums entstanden war und dort kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges die Vorstellung weit verbreitet war, man sei im Felde unbesiegt geblieben und betrogen worden. Eine weitere wichtige Theorie vertritt Hasso von Zitzewitz, indem er die Unkenntnis der deutschen Bevölkerung im Hinblick auf Polen aufgreift:

„Es gab im Gegensatz zu Polen, wo das deutsche Element in fast allen Elementen über Jahrhunderte vertreten gewesen war, beim Großteil der deutschen Bevölkerung keine lebendigen Vorstellungen vom slawischen Nachbarvolk im Nordosten. Dieses Vakuum ließ sich nach 1918 mühelos negativ auffüllen, und das geschah in einem katastrophalen Umfang. Aus den preußisch-deutsch-polnischen Mitbürgern wurde der Reichsfeind, der außenpolitische Gegner, der allein schon durch seine staatliche Existenz den Verlust der Vormachtstellung in Europa symbolisierte.“[5]

Szarota beschreibt aber auch, mit welchen Symbolen Polen in der Karikatur ausgestattet wird, um es als solches kenntlich zu machen. Dabei ist wichtig, dass es keine symbolische Gestalt gab, die für Polen exemplarisch in Karikaturen stand, wie etwa für Deutschland den Deutschen Michel oder für Frankreich die Marianne. Daher waren allgemein verständliche Kennzeichen nötig. Um Polen nach 1918 zu zeigen, wurde daher oft die sogenannte Rogatywka verwendet, eine für das polnische Heer charakteristische Militärmütze. Sie war unter den Karikaturisten beliebt, weil sie auch stellvertretend für den polnischen Militarismus stand, welcher einen wichtigen Teil des deutschen Polenbildes in der Zwischenkriegszeit ausmachte. Weitere Attribute waren insgesamt militärisch konnotiert, wie etwa Säbel, Karabiner oder Pistole. Auch Tiersymbole wurden verwendet, am häufigsten der für Polen stehende weiße Adler. Allgemein lag den Karikaturisten daran, mehr Verachtung als Furcht zu wecken, wenn es um Polen ging. Daher wurden die Polen repräsentierenden Gestalten oft als unbeherrschte und unzivilisierte Menschen gezeigt. Es dominierten drei Gestalten für Polen: die des Soldaten, die des Gauners und die des Vielfraßes. All diese Merkmale werden in den folgenden Karikaturen ersichtlich sein.

 

Der Konflikt um Oberschlesien: Höhepunkt im Simplicissimus

In den beiden Jahren 1920 und 1921 verschwimmen im Simplicissimus beim Thema Polen die beiden Pole Satire und Agitation. Denn in dieser Zeit erreichen seine Beiträge zu Polen den Höhepunkt in der gesamten Zwischenkriegszeit, sowohl in punkto Anzahl als auch in der Schärfe des Inhalts. Dies ist hauptsächlich mit der Zuspitzung des Konflikts um Oberschlesien verbunden, das sowohl von Deutschland als auch von Polen beansprucht wurde und dessen Schicksal in einer Volksabstimmung entschieden werden sollte. Dieser Konflikt war um einiges emotionaler und aggressiver als etwa der Disput um das südliche Ostpreußen, das auch per Volksentscheid seinen künftigen Verbleib lösen sollte. Was also machte Oberschlesien so wichtig für beide Seiten?

Hauptgrund hierfür war Oberschlesiens große wirtschaftliche Bedeutung als Kohle- und Stahlregion. Dies verlieh ihm aber auch strategische Wichtigkeit, da mit diesen Kernindustrien sowohl eine starke Wirtschaft als auch eine schlagkräftige und moderne Armee aufgebaut werden konnte. In Deutschland war Oberschlesien nach dem Ruhrgebiet das zweitgrößte Bergbaugebiet, und in Polen gab es keine vergleichbare weitere Region. Daher war es nur absehbar, dass nach dem Ersten Weltkrieg und dem Beschluss des Volksentscheids hier beide Parteien hart aufeinanderprallen würden, zumal Oberschlesien auch eine ausgeglichene Bevölkerungsstruktur besaß, in der der polnische Anteil ein wenig überwog. Die Frage der nationalen Zugehörigkeit war in Oberschlesien darüber hinaus besonders schwierig. Viele Menschen sprachen beide Sprachen fließend und sahen sich nicht nur einer Nation zugehörig. Vielmehr besaß Oberschlesien einen ausgeprägten Lokalpatriotismus, der oftmals überwog. Solange dies alles funktionierte, und das tat es bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, war in Oberschlesien alles in Ordnung. Als jedoch 1918 Polen entstand und Anspruch auf die Region erhob, begann der Nationalitätenkonflikt. Nun mussten sich die Menschen dort entscheiden, und diese Entscheidung war nicht leicht. Nicht selten gingen die Brüche durch Familien. Die Folge war, dass der Streit um Oberschlesien von beiden Seiten mit einer großen und bis dato ungekannten Emotionalität geführt wurde. Bis zum Ende des Jahres 1921 sollte es in Oberschlesien drei Aufstände geben, wovon der erste im August 1919 stattfand, noch vor dem Inkrafttreten des Vertrags von Versailles am 10. Januar 1920, der die Volksabstimmung in Oberschlesien festlegte. Eine alliierte Plebiszitkommission und ein alliiertes Truppenkontingent sollten den reibungslosen Verlauf des Volksentscheids in der Region überwachen. Jedoch konnte nicht verhindert werden, dass der Wahlkampf von beiden Seiten mit großer Intensität geführt wurde, sowohl in Wort als auch in Tat. Vor Ort waren beide Parteien gleich stark organisiert, jedoch wurde auch im jeweiligen Heimatland Partei ergriffen: Hier kam der Simplicissimus ins Spiel. Wie eingangs erwähnt, erreicht die Darstellung Polens und der deutsch-polnischen Beziehungen im Simplicissimus in dieser Zeit seinen Höhepunkt. Zuallererst publizieren die Autoren in München 1920 und 1921 so viele Beiträge zu Polen wie nie zuvor und auch nie danach, wobei 1921 das Spitzenjahr darstellt. Des Weiteren machte die Zeitschrift im Zuge des Konflikts um Oberschlesien nicht nur Satire, sondern ergriff offen für Deutschland Partei und wurde somit auch zum Sprachrohr für die deutsche Sache in Oberschlesien. Bevor ich dies anhand konkreter Beiträge des Simplicissimus zeige, möchte ich noch den Grund für ebendiese Haltung der Münchner Zeitschrift verdeutlichen. Dieser liegt meiner Meinung nach in der Fortführung einer Deutschland treuen Linie, wie sie Hans Zimmermann treffend beschreibt: „Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs sieht die Redaktion sich in einem tiefen Zwiespalt: sie glaubt dem Vaterland „positive“ Haltung schuldig zu sein […].“[6] Obwohl der Krieg vorbei ist und das Kaiserreich nicht mehr existiert, sehe ich diese „positive“ Haltung in den Beiträgen zu Oberschlesien bestehen, um für Deutschland Partei zu ergreifen und dazu beizutragen, dass die Volksabstimmung günstig für Deutschland ausgehe. Den ersten Beleg dafür liefert die erste Karikatur zur oberschlesischen Situation, die den schlichten Titel „Oberschlesien“[7] trägt [s. Abbildung 3]. Man erkennt eine aggressive polnische Frau mit den typischen Merkmalen, der Rogatywka und dem polnischen Säbel, die nach dem Kind greift, das Oberschlesien symbolisiert. Dieses schmiegt sich jedoch an eine schlicht gekleidete und demütig dastehende Frau, die für Deutschland steht. Der Untertitel zeigt schließlich, wie der Simplicissimus auf die oberschlesische Territorialfrage blickt: „Nein, ich gehe nicht mit Ihnen – ich bleibe bei meiner rechten Mutter!“ Selbstverständlich wird hier das negative Polenbild fortgesetzt, welches sich in den folgenden Beiträgen noch verstärkt. Davon zeugen die beiden Karikaturen „Die Entwaffnung in Oberschlesien“ (23. September 1920) und „Oberschlesische Morde“[8] [Abbildung 4]. Hier wird der aggressive Abstimmungskampf thematisiert. Vorlage für die Septemberkarikatur war der Zweite Oberschlesische Aufstand im August 1920, der sich um die in Oberschlesien tätige deutsche sogenannte „Sicherheitspolizei“ drehte. Gegründet zum Schutz der örtlichen deutschen Bevölkerung, empörte sie aufgrund ihrer Brutalität, weshalb vereinzelte polnische Einheiten mit der Forderung der Auflösung der Sicherheitspolizei den Aufstand wagten. Mit alliierter Hilfe wurde diese nach Beendigung des Aufstands aufgelöst, was Thema der Karikatur ist. In der Novemberkarikatur wird hingegen das brutale Vorgehen der polnischen Seite im Abstimmungskampf thematisiert, wofür der bissige Untertitel steht: „Die Herren haben wohl ein paar deutsche Wahlstimmen annulliert?“ In diesen beiden Karikaturen lassen sich noch die Eigenheiten des Wahlkampfs erkennen und die Sicht des Simplicissimus darauf. Zum einen wird in beiden Karikaturen die Empörung über die deutsche Benachteiligung und Hilflosigkeit im Wahlkampf deutlich, da die polnischen Verbrechen nicht bestraft wurden. Dies hing mit dem polnisch-alliierten Bündnis zusammen, weshalb in beiden Karikaturen eine Frankreich symbolisierende Gestalt zu sehen ist. Der faktische Hintergrund ist der, dass der Großteil des alliierten Kontingents in Oberschlesien aus französischen Soldaten bestand, die trotz ihrer formalen Neutralität teils offen Partei für die polnische Causa ergriffen, was Empörung auf deutscher Seite hervorrief. Hinzu kommt noch das weiterhin negative Polenbild. In diesen beiden Karikaturen werden die Polen als Barbaren dargestellt, als blutrünstige, aggressive Mörder mit zudem damals für barbarisch empfundenen Gesichtsmerkmalen wie der großen Nase und den breiten Lippen.[9]

Der Tag der Volksabstimmung in Oberschlesien war auf den 20. März 1921 angesetzt. Und wie der Wahlkampf beider Seiten stärker und emotionaler wurde, je näher dieser Tag rückte, so behandelte auch der Simplicissimus Polen und Oberschlesien mit noch größerer Intensität. In keinem anderen Jahr wurden annähernd so viele Beiträge zu Polen in der Zeitschrift publiziert wie 1921. Auch die negative Darstellung Polens nahm nicht ab. Allein in der letzten Ausgabe vor dem Volksentscheid publizierten die Münchner zwei Karikaturen, die das polnische Elend aus ihrer Sicht zeigten. In „Polacken“ und „Lockruf an Oberschlesien“ [s. Abbildung 5] werden die Polen als Bettler, Marodeure und Nichtsnutze dargestellt, die ihr Land in den Ruin treiben und Deutschland mit in diesen unheilvollen Sog mitziehen wollen und weg aus seinem trauten Heim, wo die Sonne scheint und der schwarze Adler vom Dach wacht. Die Botschaft könnte nicht klarer sein.[10]

Die Auszählung der abgegebenen Stimmen ergab, dass 59,6 Prozent für den Verbleib Oberschlesiens bei Deutschland votierten und 40,4 Prozent für Polen gestimmt hatten. Dieser Sieg wurde in Deutschland groß gefeiert, und auch der Simplicissimus widmete dem Abstimmungsergebnis eine Karikatur. In „Der Sieg in Oberschlesien“ [s. Abbildung 6] lässt sich im Hintergrund ein Städtchen erblicken, dessen Straßen voll von Menschen sind, die Fahnen des Deutschen Reichs hochhalten. Im Vordergrund sieht man die Inkarnationen von Polen und Frankreich, die sich verängstigt ansehen, wozu der Untertitel lautet: „O wie traurig seh´n sich an / Ladislaus und Mariann´!“[11] Die Freude über die gewonnene Abstimmung sollte im Simplicissimus aber nur kurz währen und erneutem Unmut und Verbitterung weichen. Die polnische Seite zeigte sich nämlich nicht einverstanden mit dem Wahlergebnis und läutete drastische Maßnahmen ein. Um das Schicksal noch zu ihren Gunsten zu wenden, begannen die polnischen bewaffneten Verbände den Dritten Oberschlesischen Aufstand, der vom 3. Mai bis zum 5. Juli 1921 dauerte und der längste und blutigste von allen dreien war. Im Zuge dieses Aufstandes eroberten die polnischen Einheiten fast das gesamte oberschlesische Industriegebiet bis zur sogenannten Korfanty-Linie, einem Grenzvorschlag des bekanntesten polnischen Politikers in der Region, Wojciech Korfanty, welcher der polnischen Seite das Gros der oberschlesischen Wirtschaftskraft zuschreiben sollte. Die deutschen Einheiten des „Selbstschutzes Oberschlesien“ zusammen mit Freikorps-Einheiten gingen zum Gegenangriff über, konnten jedoch die Frontlinien nicht durchbrechen. Im Zuge dieses Gegenangriffs kam es zur Schlacht am Annaberg, einem Wallfahrtsort in der Region. Die deutschen Truppen konnten diesen strategisch wichtigen Punkt zwar erobern, ein Vorstoßen in das Industriegebiet war aufgrund des starken polnischen Widerstands jedoch nicht möglich. Schließlich begann unter alliierter Aufsicht ein Waffenstillstand gepaart mit Verhandlungen, weswegen der Aufstand Anfang Juli sein Ende fand. Die Angelegenheit gelangte sogar bis zum Völkerbundsrat, der am 12. Oktober 1921 den Beschluss fasste, das Abstimmungsgebiet aufzuteilen. So fielen 71 Prozent der Fläche Oberschlesiens an Deutschland, zusammen mit 55 Prozent der Bevölkerung. Dabei wurden die Abstimmungsergebnisse, die ja mehrheitlich pro-deutsch waren, nur zum Teil berücksichtigt. Die Aufteilung erfolgte eher nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Dies weckte Unmut in Deutschland und in der deutschen Bevölkerung, nicht nur in Oberschlesien. Nach der erfolgreichen Volksabstimmung war man fest davon ausgegangen, dass das gesamte oberschlesische Gebiet bei Deutschland verbleiben würde. Nun also doch eine Aufteilung? Dies war nicht leicht zu verkraften, auch nicht für die Autoren des Simplicissimus, die sich in den Monaten nach der Abstimmung an Polen und seinen in ihren Augen schändlichen Taten abarbeiteten. Dabei zogen sie alle Register der antipolnischen Darstellung. Die beiden Karikaturen während des Aufstands mit den bissigen Titeln „Banditenherrschaft in Oberschlesien“ und „Ein stolzer Pole“ verdeutlichen dies gut.[12]

Doch nach der Abstimmung machte sich nicht nur Ärger über das polnische Vorgehen breit. Auch die Verbitterung und Trauer über die verlorene Heimat so mancher deutscher Oberschlesier wurde im Simplicissimus aufgegriffen. Dies zeigt die Ausgabe vom 16. November 1921, die in zwei Karikaturen noch einmal seine Inakzeptanz des Urteils des Völkerbunds und des darauffolgenden Schicksals für Teile der deutschen Bevölkerung in Oberschlesien zeigt. In „Oberschlesien“[13] [s. Abbildung 7] von Thomas Theodor Heine wird Deutschland in Person des Deutschen Michel als Opfer des Völkerbunds dargestellt, den Polen für sich gewinnen konnte, um seine Ziele durchzusetzen. Dabei ist der Völkerbund eine fünfköpfige Hydra, von der ein Kopf den typischen polnischen Schnauzbart trägt, dem Michel die Gedärme herausreißt und sagt: „So – jetzt haben wir den Völkerbund: Alle gegen Einen.“ Die zweite Karikatur „Die Auswanderer“ [s. Abbildung 8] zeigt das Leid der Deutschen, die ihr Zuhause verlassen müssen. Es zeigt aber auch den großen Graben, der sich in diesen Jahren zwischen Deutschland und Polen aufgetan hatte, nämlich, dass der Gedanke, im anderen Land zu leben, für manche Menschen unvorstellbar geworden war. So lautet auch der für diese Haltung stehende Untertitel: „Ein Senegalneger kann sich als Franzose wohlfühlen, aber ein Deutscher nicht als Pole.“[14]

Regelmäßige und vielfältige Rezeption 1922–1939

Nach dem Konflikt um Oberschlesien verlor Polen für den Simplicissimus an Bedeutung und wurde nicht mehr so stark rezipiert wie in den Jahren zuvor. Dennoch verschwand es nicht ganz aus dem Fokus der Münchner Karikaturisten. Nun stand aber nicht mehr nur ein Ereignis im Vordergrund, sondern die deutsch-polnischen Beziehungen wurden vielfältiger und über die Jahre verteilt behandelt. Dabei lieferten die aktuellen politischen Ereignisse den Stoff für die Karikaturen über Polen. Eine große Zäsur im Schaffen des Simplicissimus war die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. In der Folge konnte die Satirezeitschrift nicht mehr ihre Meinungen frei publizieren, sondern musste sich der Parteilinie beugen. Dies hatte auch Folgen für die Darstellung der deutsch-polnischen Beziehungen, die in den ersten Jahren nach 1933 in deutlich positiverem Licht gezeigt wurden. Hauptgrund hierfür war der Deutsch-Polnische Nichtangriffspakt von 1934, welcher das Verhältnis der beiden Nachbarn merklich entspannte, zumindest für einige Jahre. Der Simplicissimus stellte diesen Vertrag als diplomatisches Meisterstück dar, welches auch die Alliierten, besonders Frankreich und Großbritannien überrascht hat. In „Und dennoch“ wird das Zustandekommen dieses Vertrags pathetisch aufgeladen, indem es „ein Lichtblick seit Versailles“ ist. In „Sensation in Genf“ wird zudem die Tatenlosigkeit der Alliierten behandelt.[15] Die Entspannung der deutsch-polnischen Beziehungen hatte aber auch zur Folge, dass der dominierende Politiker Polens, Józef Piłsudski, in den Fokus rückte, auch in den des Simplicissimus. Piłsudski hatte für Polen den Vertrag mit Deutschland ausgehandelt und wurde auch in Deutschland als der dominierende Staatsmann gesehen, besonders, nachdem er als Staatsoberhaupt in Polen ein quasi autoritäres System errichtete. Seine autoritären Züge, auch in Bezug auf Minderheiten in Polen wurden jedoch noch vor ideologischen Vereinnahmung des Simplicissimus von den Autoren in München recht negativ gesehen, was die Karikaturen „Das polnische Wahlergebnis“ und „Pilsudski und das Genfer Ergebnis“ belegen.[16] Nach 1933 sieht man ihn aber wieder positiv, weil sich auch in Deutschland das politische System geändert hat. Piłsudski stirbt jedoch am 12. Mai 1935, und so bleibt dem Simplicissimus nur noch ein Nachruf. Olaf Gulbransson stellt ihn in „Marschall Pilsudski“ [s. Abbildung 9] aber endgültig als großen Staatsmann dar, zusammen mit den Worten: „Durch seines Lebens große Mühsal hat er die Kraft im Volke aufgerichtet.“[17]

Das kurze Intermezzo der positiven Darstellung Polens währte nur fünf Jahre, als Adolf Hitler den deutsch-polnischen Nichtangriffspakt im Frühjahr 1939 wieder aufkündigte. Dies hatte die Rückkehr der Ressentiments gegenüber Polen zur Folge, von denen vor allem die Territorialkonflikte wieder aufflammen. Der Simplicissimus lenkte dabei die Aufmerksamkeit auf den sogenannten Polnischen Korridor, wie der Westen Polens in Deutschland genannt wurde. Dieser „Korridor“, ein Effekt des Versailler Vertrags trennte Ostpreußen vom Rest Deutschlands und ermöglichte Polen bei Danzig den Zugang zur Ostsee. Dieses Thema sollte das letzte Thema der deutsch-polnischen Beziehungen werden, das der Simplicissimus in der Zwischenkriegszeit behandelte. Der Polnische Korridor war aber bereits 1933 Thema in einer Karikatur mit dem Namen „Der polnische Zwangsmieter im Korridor“ [s. Abbildung 10], das die Existenz des Korridors als große Unnatürlichkeit in den Augen Deutschlands behandelte. In der Karikatur „Polnischer Korridor“ wird der Korridor als Graben dargestellt, an dessen Ende polnische Soldaten auf der Lauer liegen. Wie in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg wird Polen als Störenfried und Bedrohung dargestellt, ein Problem für Deutschland.[18]

Fazit

Im Kern lassen sich somit zwei Erkenntnisse aus der Betrachtung der deutsch-polnischen Beziehungen im Simplicissimus gewinnen. Die eine betrifft die ausführliche Darstellung des Konflikts um Oberschlesien und die Jahre des Wahlkampfs und der Aufstände. In diesen Jahren kann man anhand der Karikaturen sehen, dass der Simplicissimus in der Oberschlesien-Frage mehr war als nur eine Satirezeitschrift. Er war darüber hinaus ein Sprachrohr für den Verbleib Oberschlesiens bei Deutschland und zeigte dies sehr deutlich. Die Satire wich in diesen Karikaturen mehr der Agitation für ein deutsches Oberschlesien und gegen Polen und seinen Anspruch auf das Gebiet. Die Entwicklung des Polenbildes zeigt das in den Karikaturen des Simplicissimus zu Polen. Dieses wurde nach dem Ende des Ersten Weltkrieges stark negativ aufgeladen und setzte sich so in den Köpfen der Menschen fest, auch in denen, die sich zuvor noch kein Bild über Polen gemacht hatten. Polen und seine Bevölkerung wurden als fast schon barbarisches Land gezeichnet, in dem Gier, Chaos und Gaunerei herrschten. Besonders stark zeigte sich diese Abscheu in den Territorialkonflikten zwischen Deutschland und Polen, die das Hauptthema der deutsch-polnischen Beziehungen in der Zwischenkriegszeit waren. Der Simplicissimus stellte Deutschland dabei oft als Opfer dar, gegen das sich Polen, zusammen mit Frankreich, verschworen haben und es nun bedrohen. Auf einer niedrigeren Ebene wurde im Simplicissimus das Bild des Polen als Mensch mit lauter schlechten Eigenschaften gezeichnet. Diese, durch die kurzzeitige positive Darstellung Polens nicht kaschierbare, durchweg negative Darstellung Polens und seiner Landsleute hat meiner Meinung nach tiefe Spuren in den Köpfen der deutschen Bevölkerung hinterlassen, die teilweise auch noch im heutigen Polenbild zu erkennen sind. Insofern muss man dem Simplicissimus seinen Anteil an der Konstruktion des negativen Polenbildes zuschreiben.

 

Endnoten

[1] Schulz, Wilhelm: Krapulinski und Waschlapski, in: Simplicissimus, 5.3.1918, Jg. 22, Nr. 49, S. 61.

[2] Heine, Thomas Theodor: Das Selbstbestimmungsrecht der Polen, in: Simplicissimus, 5.11.1918, Jg. 23, Nr. 32, S. 397.

[3] Thöny, Eduard: Volksabstimmung, in: Simplicissimus, 14.10.1919, Jg. 24, Nr. 29, S. 392; Gulbransson, Olaf: Vogelfrei, in: Simplicissimus, 11.3.1919, Jg. 23, Nr. 50, S. 645; Schulz, Wilhelm: Die Wiederherstellung Polens, in: Simplicissimus, 5.8.1919, Jg. 24, Nr. 19, S. 255.

[4] Thöny, Eduard: Spartakus, in: Simplicissimus, 21.1.1919, Jg. 23, Nr. 43, S. 532; Thöny, Eduard: Spartakus und Polen, in: Simplicissimus, 28.1.1919; Jg. 23, Nr. 44, S. 554.

[5] Zitzewitz, Hasso von: Das deutsche Polenbild in der Geschichte: Entstehung, Einflüsse, Auswirkungen, Köln u.a. 1992, S. 54.

[6] Zimmermann, Hans: Über die Zeitschrift, Mai 2004 und 2019 (abgerufen am 20.8.2020).

[7] Schulz, Wilhelm: Oberschlesien, in: Simplicissimus, 18.8.1920, Jg. 25, Nr. 21, S. 292.

[8] Schulz, Wilhelm: Oberschlesische Morde, in: Simplicissimus, 3.11.1920, Jg. 25, Nr. 32, S. 413.

[9] Schulz, Wilhelm: Die Entwaffnung in Oberschlesien, in: Simplicissimus, 23.9.1920, Jg. 25, Nr. 26, S. 351.

[10] Arnold, Karl: Lockruf an Oberschlesien, in: Simplicissimus, 16.3.1921, Jg. 25, Nr. 51, S. 673; Kubin, Alfred: Polacken, in: Simplicissimus, 16.3.1921, Jg. 25, Nr. 51, S. 674.

[11] Schulz, Wilhelm: Der Sieg in Oberschlesien, in: Simplicissimus, 13.4.1921, Jg. 26, Nr. 3, S. 25.

[12] Thöny, Eduard: Banditenherrschaft in Oberschlesien, in: Simplicissimus, 1.6.1921, Jg. 26, Nr. 10, S. 117; Schilling, Erich: Ein stolzer Pole, in: Simplicissimus, 22.6.1921, Jg. 26, Nr. 13, S. 172.

[13] Heine, Thomas Theodor: Oberschlesien, in: Simplicissimus, 16.11.1921, Jg. 26, Nr. 34, S. 437.

[14] Schulz, Wilhelm: Die Auswanderer, in: Simplicissimus, 16.11.1921, Jg. 26, Nr. 34, S. 452.

[15] Gulbransson, Olaf: Und dennoch, in: Simplicissimus, 18.2.1934, Jg. 38, Nr. 47, S. 553; Thöny, Eduard: Sensation in Genf, in: Simplicissimus, 18.2.1934, Jg. 38, Nr. 47, S. 563.

[16] Schulz, Wilhelm: Das polnische Wahlergebnis, in: Simplicissimus, 8.12.1930, Jg. 35, Nr. 37, S. 436; Schulz, Wilhelm: Pilsudski und das Genfer Ergebnis, in: Simplicissimus,16.2.1931, Jg. 35, Nr. 47, S. 561.

[17] Gulbransson, Olaf: Marschall Pilsudski, in: Simplicissimus, 3.6.1935, Jg. 40, Nr. 10, S. 120.

[18] Thöny, Eduard: Polnischer Korridor, in: Simplicissimus, 28.5.1939, Jg. 44, Nr. 21, S. 244.

 

Weiterführende Literatur

Bahlcke, Joachim (Hrsg.): Geschichte Oberschlesiens. Politik, Wirtschaft und Kultur von den Anfängen bis zur Gegenwart, Berlin 2015.

Broszat, Martin: Zweihundert Jahre deutsche Polenpolitik, München 1963.

Hahn, Hans Henning / Traba, Robert (Hrsg.): 20 deutsch-polnische Erinnerungsorte, Paderborn 2018.

Haubold-Stolle, Juliane: Mythos Oberschlesien: der Kampf um die Erinnerung in Deutschland und in Polen; 1919–1956, Osnabrück 2008.

Hoffmann, Johannes (Hrsg.): „Nachbarn sind der Rede wert“. Bilder der Deutschen von Polen und der Polen von Deutschen in der Neuzeit, Dortmund 1997.

Schattkowsky, Ralph: Deutschland und Polen von 1918/19 bis 1925: deutsch–polnische Beziehungen zwischen Versailles und Locarno, Frankfurt am Main u. a. 1994.

Struve, Kai (Hrsg.): Oberschlesien nach dem Ersten Weltkrieg: Studien zu einem nationalen Konflikt und seine Erinnerung, Marburg 2003.

Szarota, Tomasz: „Der Pole in der deutschen Karikatur (1914–1944). Ein Beitrag zur Erforschung nationaler Sterotype“, in: Szarota, Tomasz (Hrsg.): Stereotypen und Konflikte. Historische Studien zu den deutsch–polnischen Beziehungen, Osnabrück 2010, S. 129–182.

Zimmermann, Hans: Über die Zeitschrift, Mai 2004 und 2019.

Zitzewitz, Hasso von: Das deutsche Polenbild in der Geschichte: Entstehung, Einflüsse, Auswirkungen. Köln u. a. 1992.

Autor

David Swierzy


Erschienen am 20.11.2020