Grenzziehungen im östlichen Europa nach dem Ersten Weltkrieg in der frühen Forschungsliteratur

Spätestens seit Beginn des Ersten Weltkriegs hatten Aktivisten der Nationalbewegungen begonnen, über Möglichkeiten eines zumindest autonomen Status ihrer Nation im Rahmen der noch bestehenden Imperien nachzudenken. Solche Überlegungen wurden verstärkt, als sich in den letzten Kriegsmonaten der Zerfall der Imperien allmählich abzuzeichnen begann. Eine wichtige Rolle spielten hierbei zahlreiche Experten, deren Studien zur Grundlage der territorialen Neugestaltung wurden. Ebenso wurden nach den Grenzziehungen Expertenmeinungen herangezogen, um die Grenzziehungen zu legitimieren oder in Frage zu stellen. Die frühe Forschungsliteratur, die häufig ihr Pendant in publizistischen Äußerungen der Autoren fand, wurde somit zu einem wichtigen Meinungsmacher über die Grenzziehung nach Beendigung der Kriegshandlungen und über die Ablehnung oder Akzeptanz der territorialen Neugestaltung des östlichen Europa.

Redaktion

Das Themendossier "Grenzziehungen im östlichen Europa nach dem Ersten Weltkrieg in der frühen Forschungsliteratur" wird vom Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung Marburg (HI), dem Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg (IOS) und der Bayerischen Staatsbibliothek München (BSB) betreut. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Bereiche der Osteuropaforschung werden ausdrücklich willkommen geheißen, sich mit Vorschlägen, Korrekturen und Fragen an die Redaktion zu wenden.

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Einführung (Hein-Kircher/Laba): „Österreich-Ungarns Ende“ © AlphaCentauri via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 | Länderbibliografien: „Staatsgesetzblatt für die Republik Österreich 1920” © via Wikimedia Commons, gemeinfrei (Scan des Originals)