Unterstützung für ukrainische Wissenschaftler*innen und Bibliothekar*innen

Welche Unterstützung gibt es für ukrainische Wissenschaftler*innen und Bibliothekar*innen, die fliehen mussten? Eine Übersicht.

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Immer mehr Universitäten, Forschungseinrichtungen und Bibliotheken richten Fellowships und Stipendien für geflohene Wisseschaftler*innen aus der Ukraine ein. Einige der Angebote richten sich auch an bedrohte Wissenschaftler*innen aus Russland und Belarus.

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Angebote für ukrainische Bibliothekar*innen

  • Deutschland
    • Hannover: Das Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften unterstützt geflüchtete Bibliothekar*innen aus der Ukraine mit Stipendien: LINK
    • München: Die Bayerische Staatsbibliothek sucht eine*n Projektmitarbeiter*in im Bereich Software-Entwicklung und lädt ukrainische Geflüchtete zur Bewerbung ein: LINK
       
  • Österreich
    • Wien: sechsmonatige Vollzeistelle an der Österreichischen Nationalbibliothek in der Hauptabteilung Bestandsaufbau und Bearbeitung für ukrainische Bibliothekar*innen: LINK

 

Angebote für ukrainische Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen

  • Deutschland
    • Berlin: sechsmonatige Fellowships im DFG-Schwerpunktprogramm "Experience and Expectation. Historical Foundations of Economic Behavior“ an der Humboldt-Universität Berlin für Historiker*innen mit Schwerpunkt Wirtschafts- oder Rechtsgeschichte: LINK
    • Berlin: drei- bis sechsmonatige Überbrückungsstipendien für gefährdete Wissenschaftler*innen aus der Ukraine, Belarus und Russland am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin: LINK
    • Berlin: Stipendienprogramm der Stiftung Preußischer Kulturbesitz für Gastwissenschaftler*innen, die an einer Stiftungseinrichtung forschen möchten: LINK
    • Berlin: Stipendienprogramm der Staatsbibliothek zu Berlin für Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaftler*innen: LINK
    • Bochum: bis zu sechsmonatige Fellowships für ukrainische Promovierende und Postdoktorand*innen in den Religionswissenschaften und verwandten Fächern am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien an der Ruhr-Universität Bochum: LINK
    • Bochum: drei- bis viermonatige Stipendien im Rahmen des Fedor Stepun Programm für gefährdete Wissenschaftler*innen aus der Ukraine und Russland an der Ruhr-Universität Bochum: LINK
    • Braunschweig: Stipendienprogramme des Leibniz-Instituts für Bildungsmedien/Georg-Eckert-Instituts für Bildungsforscher*innen, Historiker*innen und Sozialwissenschaftler*innen aus der Ukraine: LINK
    • Bremen: Hans Koschnick Stipendien an der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen für geflüchtete Wissenschaftler*innen aus der Ukraine und für bedrohte Wissenschaftler*innen aus Russland und Belarus: LINK
    • Darmstadt: vier- bis sechswöchige Forschungsstipendien am Deutschen Polen-Institut in Darmstadt für Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen: LINK
    • Erfurt: bis zu neunmonatiges Fellowship für ukrainische Postdoktorand*innen in der Kolleg-Forschungsgruppe "Religion and Urbanity: Reciprocal Formations" am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien: LINK
    • Frankfurt: Fünf viermonatige Fellowships im Projekt "Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“ am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main für ukrainische Historiker, die zum Mittelalter und zur frühen Neuzeit forschen: LINK
    • Göttingen: dreimonatige Visiting Fellowships für ukrainische Sozialwissenschaftler*innen am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Geselllschaften: LINK
    • Halle (Saale): sechsmonatige Visiting Research Fellowships im Bereich Agrarwissenschaften für ukrainische Promovierende und Postdocs: LINK
    • Leipzig: bis zu dreimonatige short-term Fellowships für ukrainische Wissenschaftler*innen mit Schwerpunkt Jüdische Studien oder Geschichte Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow: LINK
    • Mainz: Sechsmonatiges Praktikum an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz für Studierende und junge Wissenschaftler*innen mit ukrainischer Staatsbürgerschaft in den Digital Humanities: LINK
    • Mainz: sechsmonatige Fellowships am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte für Promovierende und Postdoktorand*innen mit Schwerpunkt Europäische Geschichte und Religionsgeschichte: LINK
    • Marbach: bis zu viermonatige Forschungsaufenthalte im Rahmen des Marbach-Stipendienprogramm am Deutschen Literaturarchiv Marbach: LINK
    • München: Sechsmonatige Fellowships an der Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München: LINK
    • München: Sechsmonatige "TUM-IAS Fellowships for Researchers from the Ukraine" am Institute for Advanced Study an der TU München, unter anderem in der Research Area "Political, Social and Technological Change": LINK
    • München: Sechsmonatige Fellowship am Sonderforschungsbereich 1369 "Vigilanzkulturen" an der LMU MÜnchen für bedrohte Wissenschaftler*innen aus der Ukraine, Russland oder Belarus: LINK
    • München: Sechsmonatiges Fellowship am Deutschen Museum für ukrainische Wissenschaftler*innen und Promovierende: LINK
    • Münster: bis zu sechsmonatige Stipendien für ukrainische Doktorand*innen und Postdoktorand*innen in den Geschichtswissenschaften an der Universität Münster: LINK
    • Regensburg: Die Graduierteschule für Ost- und Sdosteuropastudien Regensburg bietet gemeinsam mit dem IOS Regensburg Unterstützung für geflüchtete Geistes-und Sozialwissenschaftler*innen aus der Ukraine an: LINK
    • Potsdam: Stipendium für Promovierende oder Postdoktorand*innen aus der Ukraine an der Professur für Volkswirtschaftslehre an der Universität Potsdam: LINK
    • Trier: Stipendien für bedrohte Wissenschaftler*innen am Trier Center for Digital Humanities: LINK
    • Tübingen: Zwölfmonatige "Research@Tübingen" Fellowships für bedrohte Wissenschaftler*innen aus der Ukraine an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, an der das Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde angesiedelt ist: LINK
    • mehrere Standorte: Leibniz Fellowship "Value of the Past" für Postdoktorand*innen an Standorten des Leibniz-Forschungsverbund "Wert der Vergangenheit": LINK
       
  • Finnland
    • Joensuu/ Kuopio: Anstellung für eine*n ukrainische*n Wissenschaftler*in im Projekt "Social Study of post-Soviet Borders" am Karelian Institute der University of Eastern Finland: LINK
       
  • Georgien
    • Tiflis: Ukrainian Academics at Risk Programm für ukrainische Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen an der Ilia State Universität: LINK
       
  • Großbritannien
    • London: Academic Sanctuary Fellowship Scheme am University College London, an dem die UCL School of Slavonic and East European Studies angesiedelt ist: LINK
       
  • Israel
    • Beer-Sheva: Die Ben-Gurion University of the Negev vergibt Stipendien inkl. Unterkunft für Semesteraufenthalte und Forschungspraktika an Studierende und Wissenschaftler*innen aus der Ukraine: LINK
    • Haifa: einjähriges "Ukraine Emergency Fellowship" am Haifa Center for German and European Studies an der University of Haifa für Postdoktorand*innen in den Geistes-, Sozial- oder Rechtswissenschaften: LINK
       
  • Italien
    • Florenz: Fellowships am Kunsthistorischen Institut in Florenz – Max-Planck-Institut für Kunsthistoriker*innen und Wissenschaftler*innen, die zu kulturellem Erbe forschen: LINK
    • Rom: einjährige "#ScienceForUkraine Art History Fellowships" an der Bibliotheca Hertziana - Max Planck Institut für Kunstgeschichte für ukrainische Kunsthistoriker*innen, Kurator*innen und Kunstkritier*innen: LINK
       
  • Lettland:
    • Riga: Das Institute of Literature, Folklore and Art an der University of Latvia bietet Fellowships für ukrainische Studierende und Wissenschaftler*innen, die in den Geisteswissenschaften, Kunstwissenschaften oder den Digital Humanities arbeiten: LINK
       
  • Österreich
    • Graz: Viermonatige "Ukrainian Researchers at Risk" Fellowship am Field of Excellence "Dimensions of Europeanziation" an der Universität Graz: LINK
    • Graz: bis zu zwölfmonatige Fellowships für ukrainische Historiker*innen, Wirtschaftswissenschaftler*innen und Soziolog*innen am Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung: LINK
    • Wien: Visiting fellowships für ukrainische Wissenschaftler*innen im Projekt "Nicht-territoriale Autonomie als eine Form des europäischen Minderheitenschutzes" an der Universität Wien: LINK
    • Wien: einjähriges Research Fellowship für ukrainische Postdoktorand*innen in den Geschichtswissenschaften, Soziologie oder Wirtschaftswissenschaften am Research Center for the History of Transformations an der Universität Wien: LINK
    • Wien: zweimonatige Fellowships für ukrainische Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen am Institut für die Wissenschaften vom Menschen: LINK
       
  • Polen
    • Warschau: dreimonatige Forschungsaufenthalte am Deutschen Historischen Institut für geflüchete Historiker*innen und Wissenschaftler*innen aus verwandten Disziplinen: LINK
    • Warschau: sechsmonatige Forschungsaufenthalte für ukrainische Historiker*innen an der Fakultät für Geschichte der Universität Warschau: LINK
    • Warschau: sechsmonatige Forschungsaufenthalte für ukrainische Wissenschaftler*innen in den Jüdischen Studien an der Fakultät für Geschichte der Universität Warschau: LINK
       
  • Schweiz
    • Lausanne: Das College of Humanities an der École polytechnique fédérale de Lausanne bietet drei- bis achtmonatige Placements für bereits promovierte Wissenschafler*innen, die unter anderem zu den Digital Humanities, zum kulturellen Erbe, Wissenschaftsgeschichte oder Social Media forschen: LINK
       
  • USA
    • Ann Arbor: einjähriges WCEE Scholars at Risk Fellowship am Weiser Center for Europe and Eurasia an der University of Michigan: LINK
    • Austin: einjährige Stelle für ukrainische Postdoktorand*innen in den Feldern Policy studies, Jüdische Studien oder Tschechische Studien an der University of Texas at Austin: LINK
    • Philadelphia: einjährige Visiting Graduate Fellowships an der University of Pennsylvania für ukrainische Promovierende in den Geistes- und Sozialwissenschaften: LINK
    • Stanford: Graduate Student Fellowhsip am Taube Center for Jewish Studies an der Stanford University für ukrainische Promovierende, die sich in den Jüdischen Studien verorten: LINK
       
  • Weltweit
    • Standorte des Deutschen Archäologischen Instituts: bis zu dreimonatige Research Fellowship "Global Archaeology, Sustainable Archaeology and the Archaeology of Sustainability" bevorzugt an Promovierende und Early Career Researchers: LINK

 

Fachübergreifende Initiativen

  • Weltweit
    • Die Association for Slavic, East European, and Eurasian Studies hat eine Übersicht mit Unterstützungsangeboten für ukrainische Wissenschaftler*innen, die fliehen mussten, erstellt: LINK
    • Das Netzwerk Scholars at Risk unterstützt geflüchtete Wissenschaftler*innen bei der Suche nach kurzfristigen Forschungsaufenthalten und vermittelt aufnehmende Institutionen: LINK
       
  • Europaweit
    • Eine umfassende und laufend aktualisierte Liste bietet das Dossier der University of New Europe, das Stipendien und Fellowships für Studierende, Wissenschaftler*innen, Journalist*innen, Menschenrechts-Aktivist*innen, Jurist*innen, Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen auflistet: LINK
    • Die Initiative Science for Ukraine sammelt europaweit Angebote und vermittelt im Bedarfsfall den Kontakt: LINK
    • Die Deutsch-Ukrainische Akademische Gesellschaft sammelt ebenfalls Angebote für Studierende und Wissenschaftler*innen, die aus der Ukraine fliehen müssen: LINK
       
  • Deutschland
    • Die Nationale Akademische Kontaktstelle des DAAD bietet Informationen für ukrainische Studierende und Wissenschaftler*innen in Deutschland: LINK
    • Eine Liste mit wichtigen Links für ukrainische Wissenschaftler*innen hat der NFDI zusammengestellt: LINK
    • Die Universität Erfurt  hat ebenfalls eine Liste mit Unterstützungsangeboten für ukrainische Wissenschaftler*innen erstellt: LINK
    • Die Philipp Schwartz-Initiative der Alexander von Humboldt Stiftung finanziert zweijährige Fellowships an Hochschulen und Forschungseinrichtungen für gefährdete Forscher*innen. Die Antragsfrist für ukrainische Wissenschaftler*innen wurde bis zum 18. März verlängert: LINK 
    • Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt geflüchtete Wissenschaftler*innen ab beendeter Promotion im Rahmen des Walter Benjamin-Programms (Option Walter Benjamin-Stelle): LINK
    • Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt vergibt sechs- bis zwölfmonatige Fellowships für Graduierte und Promovierende, die zu Natur- und Umweltschutz forschen: LINK
    • Die VolkswagenStiftung finanziert sechs- bis zwölfmonatige Fellowships für ukrainische Doktorand*innen und Wissenschaftler*innen, die von gastgebenden Wissenschaftler*innen an deutschen Universitäten aufgenommen werden: LINK
    • Hilfsfonds der mittelhessischen Hochschulen für Studierende, Forschende und Lehrende aus der Ukraine: LINK
    • Ukraine-Förderlinie der Ernst von Siemens Kunststiftung für Museen und Sammlungen, die geflüchtete Wissenschaftler*innen aus der Ukraine oder Russland aufnehmen möchten: LINK
       
  • Frankreich
    • Das Pause-Programm der französischen Regierung finanziert dreimonatige Fellowships für ukrainische Wissenschaftler*innen aller Fachrichtungen an einer französischen Universität: LINK
       
  • Israel
    • Emergency Fellowship Fund für ukrainische Promovierende und Postdoktorand*innen an der Tel Aviv University: LINK
       
  • Österreich
    • Die Österreichische Akademie der Wissenschaften vergibt 25 Forschungsaufenthalte an österreichischen Universitäten im Rahmen des Ukraine-Emergency Call des ÖAW-Mobilitätsprogramms "Joint Excellence in Science and Humanities": LINK
       
  • Polen
    • Die polnische Akademie der Wissenschaften vergibt bis zu dreimonatige Fellowships für Wissenschaflter*innen an Institutionen der PAS: LINK