Zeitschrift Südosteuropa: Heft 3 (2018) erschienen

Die neueste Ausgabe der „Südosteuropa“ ist mit einem Themenschwerpunkt zu "Corruption in Southeastern Europe and Latin America" erschienen. Gastherausgeber ist Klaus Buchenau (Regensburg). Im Mittelpunkt des Heftes stehen die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten, die für das öffentliche Misstrauen verantwortlich zeichnen, das sowohl südosteuropäische als auch lateinamerikanische Länder kennzeichnet.

Blendi Kajsiu (Medellín) vergleicht die Art und Weise, in der Albaniens Premierminister Edi Rama und Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos das Thema Korruption in ihren politischen Reden thematisieren. Am Beispel eines Gesetzes, das in Brasilien den Kauf von Wählerstimmen verbietet, arbeitet Andrea Reis do Carmo (London) heraus, welches Maßnahmenbündel für eine erfolgreiche Mobilisierung gegen Korruption notwendig ist. Im Gegensatz zur Verurteilung, die politische Korruption oder Korruption im großen Stil erfährt, ist die Haltung gegenüber alltäglicher Korruption oder Korruption im kleinen Stil in vielen Gesellschaften eine mildere, wie die beiden Beiträge zu informellen Zahlungen in den Gesundheitssystemen Ungarns (Petra Burai, Halle) und Serbiens (Ljiljana Pantović, Pittsburgh) zeigen. Die Dilemmata im Kampf gegen Korruption und die Tatsache, dass es sehr schwer ist, überhaupt einen Konsens darüber zu erzielen, wie Korruption zu bekämpfen sei, ist das Thema der Analyse von Alexandra Iancu (Bucharest), mit Fokus auf Rumänien. Abschließend zeigt Alena Ledeneva (London) Strategien für eine Forschungsagenda zum Thema "Korruption" auf.

In der Offenen Sektion schreibt, Bernd Buder (Berlin/Cottbus), Programmdirektor des FilmFestival Cottbus – Festival des osteuropäischen Films, über Filme aus Georgien. Georgien bildet einen Fokus beim diesjährigen Festival und ist auch Gastland bei der Frankfurter Buchmesse.

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