Neue digitale Quellensammlung zum Holocaust und zu weiteren Völkermorden kostenfrei verfügbar

Der Fachinformationsdienst Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa hat zusammen mit dem Fachinformationsdienst Geschichtswissenschaft einen kostenfreien Zugang zum "Visual History Archive" der USC Shoah Foundation mit über 55.000 Video-Interviews zum Holocaust sowie einer Reihe weiterer Völkermorde für die historische Forschung in Deutschland lizenziert.

© Visual History Archive / ProQuest

Das „Visual History Archive“ bietet Forschenden Zugang zu über 55.000 Video-Interviews mit Menschen aus 62 Ländern in 41 Sprachen. Den größten Teil davon machen Interviews mit unbeteiligten Augenzeugen sowie Opfern nationalsozialistischer Verbrechen aus, neben Juden auch Angehörige weiterer im Dritten Reich verfolgter Personengruppen wie Sinti und Roma oder Homosexuelle. Zusätzlich umfasst die Datenbank Interviews zu folgenden Themenkreisen: die Völkermorde an den Armeniern, in Kambodscha 1975-1979, in Guatemala 1978-1983 und in Ruanda 1994, das Massaker von Nanjing 1937/38, die aktuellen gewalttätigen Konflikte im Süd-Sudan, Zentralafrika und rund um die Rohingya in Myanmar sowie gegenwärtiger Antisemitismus.

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