Zwischen Skylla und Charybdis: Wolgadeutsche in der Bildpropaganda der Zwischenkriegszeit

 

Am Vorabend des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion im Juni 1941 gerieten die Wolgadeutschen als Nachkommen deutscher Einwanderer zwischen zwei ideologische Fronten, den Nationalsozialismus und den Sowjetkommunismus. Als Geiseln konkurrierender Machtpolitik, beim Aufbau des totalitären Staatssozialismus einerseits ebenso wie im Zuge der Nationalsozialisierung ihrer „Urheimat“, wurden die im Wolgagebiet ansässigen Deutschen jeweils gegensätzlich propagandistisch-ideologischen Instrumentalisierungen unterzogen, die letztendlich zu einer sukzessiven Auflösung der Wolgadeutschen als eigenständiges russländisches Volk führten.[1]

In Folgendem werden zunächst die Peripetien der Sowjetpolitik gegenüber der Wolgadeutschen mit Anbetracht ihrer Einbeziehung in die Bildpropaganda des Kriegskommunismus nachgezeichnet. Anhand ausgewählter karikaturistischer Darstellungen aus der Münchner Satirezeitschrift Simplicissimus wird daraufhin aufgezeigt, wie die kritische Situation der deutschen Bevölkerung in der Sowjetunion der Zwischenkriegszeit, insbesondere die der Wolgadeutschen, von den Nationalsozialisten zu einem wichtigen Schlüsselelement antisowjetischer Kriegspropaganda missbraucht worden ist.

 

Und aufs Neue: die „nationale Frage“

Die Betrachtung der Nationalitätenpolitik der jungen Sowjetunion in der Zwischenkriegszeit ist gerade deshalb interessant, weil sie in der Forschung als vergleichsweise „liberal“ und pluralistisch beschrieben wird und von der assimilatorischen und repressiven Minderheitenpolitik anderer ostmitteleuropäischer Staaten dieser Zeitperiode abwich.[2] Erklären lässt sich diese Eigenart durch die in den 1920er-Jahren eingeleitete Indigenisierungskampagne, welche durch die Förderung freier Entfaltung der Völker zu ihrer natürlichen Verschmelzung führen sollte.[3]

Was zunächst widersprüchlich scheinen mag, lässt sich auf Lenins dialektisches Prinzip von ethnischer Vielfalt und Assimilation zurückführen. Demnach sollte zur Überwindung des Nationalismus zunächst der Sieg des Sozialismus unter Beihilfe aller sowjetischen Nationalitätengruppen errungen werden. Die Lösung des „nationalen Problems“ erforderte die Ausarbeitung eines detaillierten Programms zur Integration nichtrussischer Völker in das multinationale Reich. Zum Einsatz kam dabei eine Auswahl unterschiedlicher Instrumentarien, die von weitgehender Konzession bis hin zur brutalen Repression gegenüber „Feindvölkern“ reichte.[4]

 

„Blüte“ unter Hammer und Sichel

Von der neuen Führungsmacht wurden die Wolgadeutschen, als „genuin eigenständiges russländisches Volk“[5] betrachtet, was zu einer zügigen Einrichtung des „Kommissariats für deutsche Angelegenheiten an der Wolga“ unter der Leitung von Ernst Reuter, dem späteren Oberbürgermeister Westberlins, führte. Bereits im Oktober 1918 kam es zur Gründung des Autonomen Gebiets der Wolgadeutschen, das 1924 zur Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen (ASSRdWD) aufgewertet und in den Sowjetföderalismus eingegliedert wurde.[6]

Insgesamt diente die beschleunigte Nationalisierung der Befestigung des Sozialismus und versprach neben territorialer Integrität auch die Sicherung innenpolitischer Stabilität.[7] Auch war es außenpolitisch durchaus von Bedeutung, ein positives Bild vom nationalen Zusammenleben des Vielvölkerreichs zu erzeugen, um den Traum vom Weltsozialismus ein Stück näher zu bringen.

Zu Beginn der 1920er-Jahre wurde gegenüber den Sowjetdeutschen die Einwurzelungspolitik eingeleitet.[8] Vorwiegend war diese auf die Stärkung der Deutschen als Titularnation ihrer Republik ausgerichtet und sollte die Sozialisierung aller Lebensbereiche der Deutschen in der ASSR gewährleisten. In der Frühphase der sowjetischen Nationalitätenpolitik der 1920er-Jahre erlebten die Wolgadeutschen eine vorübergehende Blütezeit und genossen eine weitgehende Kultur- und Sprachautonomie, wenn auch unter kommunistischem Vorzeichen.

Durch den Bürgerkrieg und die Politik des „Kriegskommunismus“ war die Landwirtschaft der Wolgaregion nachhaltig ruiniert. Es brach eine Hungersnot aus, die 150.000 Wolgadeutschen, etwa 26,5 % des wolgadeutschen Bevölkerungsanteils, das Leben kostete.[9] Die Schuld am Hungersleid wurde primär der „Bourgeoisie“ in die Schuhe geschoben, aber auch zielgerichtet für propagandistische Zwecke im Kontext der Kirchenverfolgung eingesetzt. Zur Veranschaulichung werden zwei plakative Beispiele der kommunistischen Instrumentalisierung dieser tragischen Ereignisse in der Geschichte der „Russlanddeutschen“ herangezogen.

Auf dem ersten Plakat [s. Abbildung 1][10] ist eine „Hunger-Spinne“ zu sehen, welche die Wolgaregion belagert hält und ihre Krallen nun auch nach den umliegenden Gebieten ausbreitet. In der gesamten Sowjetunion wurde für Geldsammelaktionen agitiert. An den Hilfsmaßnahmen beteiligte sich auch das Ausland mittels großer Spenden, darunter auch das Deutsche Reich, mit Hilfeleistungen zugunsten seiner „Brüder in Not“.[11] Ein interessantes Detail implizieren in einem weiteren Plakat[12] die auf die Spitze gestellte, rot leuchtenden Dreiecke in den leeren Augenhöhlen des personifiziert dargestellten Todes, der dabei ist, das Wolgagebiet und alles sich darauf Befindende zu verschlingen. Das Dreieck steht hier für Gefahr, erzeugt gleichzeitig aber auch als uraltes Symbol vieler Glaubensrichtungen Assoziationen mit einer geistigen Verschwörung und gibt klare Schuldzuweisung für das Unglück.

Auf Zuckerbrot folgte Peitsche

Mit dem Auslaufen der Neuen Ökonomischen Politik (NEP) wurde die Behandlung der Nationalitäten grundlegend revidiert und erfuhr eine einschneidende Kehrtwende. Stalin leitete eine neue diktatorische Phase ein, indem er die „Entnationalisierung“ durch kulturelle Verschmelzung und gesellschaftliche Modernisierung zu beschleunigen versuchte. Ende der 1920er- bis Anfang der 1930er-Jahre kam es zu einer radikalen Umgestaltung der als rückständig geltenden bäuerlichen Gesellschaft.

1935 wurden ethnische Repressivmaßnahmen gegen „Feindvölker“ eingeleitet, denen Hunderttausende zu Opfer fielen. Im Rahmen der „nationalen Säuberungen“ wurde 1937­-1938 auch die sogenannte „deutsche Operation“ des NKVD vollzogen.[13]

 

„Hitler-Hilfe“

Bereits 1930 wurden erste Nahrungsmittelmängel gemeldet, blieben von der Parteiführung jedoch weitgehend ignoriert. Unter den deutschen Bauern kam es zu regionalem Widerstand und Massenprotesten. Die Parteiführung reagierte mit durchgreifenden Gegenmaßnahmen und beschloss die „durchgängige“ Kollektivierung und Liquidierung aller bäuerlichen Einzelwirtschaften in der ASSR der Wolgadeutschen.[14]

Im Juni 1931 meldete das ZK des ASSR der Wolgadeutschen als erste Republik der UdSSR die vollständige Kollektivierung der Bauernschaft mit 98,05 %.[15] Doch der Preis dafür war hoch gewesen.

Infolge der forcierten Kollektivierungs- und Bauernvernichtungspolitik, die einen massiven Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion hervorrief, wurde die Wolgaregion 1932 zu einem der Epizentren der „Großen Hungerkatastrophe“. Die deutschen Bauern versuchten, die massenhafte Gewalt durch die Flucht in Städte und angrenzende Gebiete zu umgehen. Die Zahl der Opfer wird in der Wolgarepublik auf über 55.000 geschätzt.[16]

Um die Notlage über die Grenzen hinweg geheim zu halten, wurde der Getreideexport ungeachtet der Folgen fortgesetzt und nahm sogar zu.[17] Noch dramatischer war die Tatsache, dass 1933 seitens der Zentralführung eine große Propagandakampagne ins Leben gerufen wurde, mit dem Ziel die humanitäre Hilfe des Auslandes als sogenannte „Hitler-Hilfe“ hinzustellen und mittels der Öffentlichkeit die Verbreitung dieser „faschistischen Unterstützung“ zu unterbinden. Interessanterweise bezichtigte die sowjetische Führung im Kampfe gegen die „Hitler-Hilfe“ das Deutsche Reich der antisowjetischen Propaganda, in deren Rahmen die Sowjetunion mit der „russischen Hölle“ gleichgesetzt und „als Land, in dem Sklaven einst besser lebten als die deutsche Minderheit“ beschrieben wurde.[18]

 

Im Lichte anti-sowjetischer Kriegspropaganda

Im Vorfeld des Deutsch-Sowjetischen Krieges, in welchem der ideologische Konkurrenzkampf zwischen der aufsteigenden Kraft von deutschen Nationalsozialisten entgegen der kommunistischen Parteiführung in der Sowjetunion drastisch zunahm, wurden die Wolgadeutschen zu Geiseln machpolitischer Intrigen beider Seiten und aktiv in die jeweilige Propagandakampagne eingebunden. Das Münchner Satiremagazin Simplicissimus eignet sich zur Veranschaulichung der vorangetriebenen nationalsozialistischen Propagandakampagne gegenüber der kommunistischen Sowjetmacht besonders gut. Es lässt sich dabei nachzeichnen, wie zur NS-Zeit die satirische Wochenzeitschrift zum Medium der Gleichschaltung und Verbreitung propagandistischer Inhalte umfunktioniert wurde.

 

Deutsche „Hungerkampagne“

Die Abbildung der Deutschen Minderheiten im Ausland für propagandistische Zwecke ist keineswegs eine Neuheit der Nationalsozialisten gewesen und in der deutschen Presse auf eine lange Tradition zurückzuführen.[19] So fanden bereits Ende der 1920er-Jahre sowohl der stalinistische Terror als auch die ausgelösten katastrophalen Folgen der landwirtschaftlichen Kollektivierungspolitik karikaturistische Darstellung im Simplicissimus.[20] Die durch den Notstand ausgelösten Migrations- und Fluchtbewegungen von über 13.000 deutschen Bauern, vornehmlich Mennoniten,[21] die unter anderem im Deutschen Reich Zuflucht suchten, konnten von der Zentralregierung nicht unterschlagen werden und erzeugten auch in der Auslandspresse große Resonanz [vgl. Abbildung 2][22]. Die Zeichnung von Wilhelm Schulz mit dem Titel „Deutsche Flüchtlinge aus Rußland“ veranschaulicht die Zwangslage der Wolgadeutschen hervorragend. Sie flohen aus Russland, weil es dort kein Brot gab, ins Deutsche Reich, in dem sie nicht willkommen waren. In beiden „Heimaten“ fremd, sahen sie der endgültigen Entwurzelung ihrer Nationalität entgegen.

Wenn auch zuvor schon Auslandsdeutsche in der Sowjetunion Einzug in das Münchner Blatt gefunden hatten, so wurde 1934 in einer Zeichnung von Erich Schilling erstmals explizit auf die miserable Lage der Wolgadeutschen Minderheit während der Großen Hungerkatastrophe hingewiesen und zum Gegenstand antisowjetischer Propaganda [vgl. Abbildung 3][23] Zur gleichen Zeit startete im Deutschen Reich eine antisowjetische Hetze hinsichtlich der ‚Hungersnot‘ in der Sowjetunion.

Zu sehen ist eine von den Stadtgeflüchteten zurückgelassene deutsche Bauernfamilie: geknickt, bis auf das letzte Getreidekorn enteignet und ohne Dach über dem Kopf. Mit nackten Füßen, statt Augen schwarze Flecken, ausgehungert und hoffnungslos sind die Familienmitglieder ihrem eigenen Schicksal überlassen. Unmittelbar daneben ein Soldat, in seiner vollen Uniform, mit einem anmaßenden Lächeln, verschränkten Armen, unter der Kappe leuchten zwei teuflisch wirkende weiße Pünktchen hervor. Der uniformierte Soldat mit einem fünfeckigen Sowjetstern auf seiner Schirmmütze repräsentiert dabei den Bolschewismus als menschenvernichtendes System, das die Bauernschaft in vollem Maße ausbeutet und ihnen Not und Elend beschert.

Stalins „Dämonisierung“

Im September 1941 erschien nach dem Überfall des Deutschen Reiches auf die Sowjetunion eine weitere Karikatur von Erich Schilling. In seiner Zeichnung „Die Verbannung der Wolgadeutschen nach Sibirien“[24] wurden Wolgadeutsche diesmal zum Zwecke der antisowjetischen Kriegspropaganda instrumentalisiert.[25] Stalin sitzt vor seinem Schreibtisch, auf einem großen Stuhl und unterzeichnet das Schicksalsdekret, welches über Leben und Tod entscheidet. Die Nase lang, seine hinterhältigen Augen zu schmalen Schlitzen gezogen. Die linke Hand zu einer Faust geballt, in der Rechten ein am oberen Ende mit einem Totenkopf versehener Federhalter. Als Träger des „jüdischen Bolschewismus“[26] ist er gefährlich, böse, hinterhältig, und verdient Vergeltung. Er ist allein, seine Haltung ist krumm, seine Macht auf das Unterzeichnen von Dekreten beschränkt. Den Krieg gegen die Deutschen wird er nur auf dem Papier gewinnen können. Das war die Botschaft, die hier an die deutsche Öffentlichkeit vermittelt wurde und der Legitimation antisowjetischer Kriegsführung dienen sollte [vgl. Abbildung 4][27]. Das Feindbild erschuf ein Wesen, das allmählich seine menschlichen Züge verlor. Die starke Behaarung der Hände verwies darauf, dass es sich bei der Darstellung des sowjetischen Diktators durchaus um eine Form der Dehumanisierung handelt.

Das Jahr 1941 markierte einen folgenschweren Einbruch in der Geschichte der Wolgadeutschen. Auf den Erlass des Obersten Sowjets der Sowjetunion bezüglich der Deportation der Wolgadeutschen folgte eine Kette tragischer Ereignisse. Allein wegen ihrer deutschen Volkszugehörigkeit wurden sie des heimlichen Sympathisierens mit der faschistischen Bewegung bezichtigt und beschuldigt, eine „Fünfte Kolonne“ des NS-Regimes zu sein. In der Folgezeit begann für sie als „Volksfeinde“ ein langer Leidensweg von Entrechtung über Entwurzelung bis hin zur Verschleppung in die zentralasiatischen Gebiete und nach Sibirien.

Versucht man die propagandistischen Agitationsplakate des sowjetischen Parteistaates und die karikaturistischen Zeichnungen des Simplicissimus im Rahmen national-sozialistischer Kampagnen gegen die Sowjetunion zu vergleichen, so sticht bereits die Differenz in der Farbgestaltung beider Visualisierungsarten ins Auge. Die oben angebrachten Abbildungen der kommunistischen Hungerkampagne 1921/22 stellen im Kontrast zur erdig-braunen, grauen Bleistiftzeichnung der ‚rechten‘ NS-Ideologie das vorherrschende Rot klar in den Vordergrund und verleihen fast schon eine sakral-feierliche Stimmung, welche zum aktiven Handeln auffordern soll. Die farblosen Schaubilder der deutschen Karikaturisten übertragen ein Gefühl der Kälte, Distanziertheit und Strenge und versuchen sich gegenüber der kommunistischen Propaganda klar abzugrenzen.

 

Resümee

Die Politik der Sowjetunion gegenüber nationalen Minderheiten westlichen Typs blieb stets den Zielen von innen- wie außenpolitischen Interessen unterworfen. Langfristig sah die Sowjetführung jedoch dem Ziel der Schaffung einer modernen, klassenlosen und heterogene Bevölkerungsgruppen assimilierenden Sowjetgesellschaft entgegen,[28] das den Wolgadeutschen ein schweres Schicksal, geprägt von Unterdrückung, Hunger, Entrechtung und Vernichtung, auferlegte.

Mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten in Deutschland wurden die Wolgadeutschen einer doppelten Gefahr ausgesetzt und zum Objekt zweier einander entgegengesetzter ideologischer Lager. Im Laufe der Zwischenkriegsjahre entwickelten sie sich als Minderheitenvolk unter Beihilfe konträrer Propagandakampagnen zu einer von beiden Staaten ‚ausgestoßenen‘ Bevölkerungsgruppe.

Unter dem Einsatz propagandistischer Mittel wurden die Wolgadeutschen, wie anhand ausgewählter Beispiele des Satiremagazins Simplicissimus dargestellt werden konnte, zu einem wichtigen Element antisowjetischer Kriegspropaganda der NSDAP und dabei zum Zwecke der Durchsetzung menschenverachtender Zielvorstellungen systematisch missbraucht.

 

Endnoten

[1] Krieger, Viktor: Bundesbürger russlanddeutscher Herkunft: Historische Schlüsselerfahrungen und kollektives Gedächtnis, Berlin 2013, S. 191.

[2] Vgl. Simon, Gerhard: „Der Kommunismus und die nationale Frage: Die Sowjetunion als Vielvölkerimperium“, in: Osteuropa, 63,5/6, 2013, S. 109-113.

[3] Vgl. Simon, Gerhard: Nationalismus und Nationalitätenpolitik in der Sowjetunion: von der totalitären Diktatur zur nachstalinschen Gesellschaft, Baden-Baden 1986, S. 153.

[4] Vgl. Simon 1986, S. 14.

[5] Krieger 2013, S. 191.

[6] Vgl. Simon, Gerhard, Andreas Kappeler & Boris Meissner (Hrsg.): Die Deutschen im Russischen Reich und im Sowjetstaat, Köln 1987, S. 49-50.

[7] Vgl. Wälzholz, Gunnar: Nationalismus in der Sowjetunion: Entstehungsbedingungen und Bedeutung nationaler Eliten, Berlin 1997, S. 10.

[8] Russ. transliteriert „Korenizacija“.

[9] Vgl. Eisfeld, Alfred: Nationalitätenpolitik gegenüber der deutschen Minderheit in der Sowjetunion von 1917 bis zur Perestroika, veröffentlicht am 18.7.2017, in: Bundeszentrale für politische Bildung: Dossier Russlanddeutsche, zuletzt aufgerufen am 4.12.2020.

[10] Orlov (Moore), Dmitrij: Plakat pomišči golodajuščim Rossii, zuletzt aufgerufen am 30.8.2020.

[11] Vgl. Eisfeld, Alfred, Viktor Herdt & Boris Meissner (Hrsg.): Deutsche in Russland und in der Sowjetunion 1914-1941, Berlin 2007, S. 267.

[12] Unbekannter Künstler: „Graždanin! Pust’ ėtot plakat napomnit tebe o nebyvalom užase goloda, kotoryj pridet k tebe zavtra, esli ty ne pomožeš Povolž’ju segodnja“ [„Bürger - Möge dieses Plakat dich an den beispiellosen Schrecken des Hungers erinnern, der morgen über dich hereinbrechen wird, wenn du der Wolgaregion heute nicht zur Hilfe kommst“], Plakat Nr. 17, in: <kulturologia.ru>, zuletzt aufgerufen am 30.8.2020.

[13] Vgl. Simon 2013, S. 114-115.

[14] Vgl. German, Arkadij: Istorija respubliki nemcev povolž’ja v sobytijach, faktach, dokumentach, Moskva 2000, S. 87.

[15] Vgl. Disendorf, Viktor: Postanovlenie VCIK po dokladu CIK ASSR NP (1931), Absatz 1, in: <www.wolgadutsche.net>, zuletzt aufgerufen am 30.8.2020.

[16] Vgl. German 2000, S. 18.

[17] Vgl. Merl, Stephan: Die Anfänge der Kollektivierung in der Sowjetunion der Übergang zur staatlichen Reglementierung der Produktions- und Marktbeziehungen im Dorf (1928-1930), Wiesbaden 1985, S. 53 u. 153.

[18] Vgl. German 2000, S. 216.

[19] Zur weiteren Vertiefung dieses Thema siehe das Essay Der ‚deutsche Osten‘ in der Karikatur von Polina Chuprova.

[20] Hierzu vgl. etwa Eduard Thöny’s „Vorschlag zu einem russischen Propagandafilm“ von 1929, Jg. 33, Nr. 51, S. 667 und „Russischen Agrarbilanz“ von 1933, Jg. 38, Nr. 17, S. 201.

[21] Vgl. Krieger 2017, S. 26.

[22] Schulz, Wilhelm: Deutsche Flüchtlinge aus Rußland, in: Simplicissimus, 2.12.1929, Jg. 34, Nr. 36, S. 444.

[23] Schilling, Erich: Minderheitenschutz, in: Simplicissimus, 7.10.1934, Jg. 39, Nr. 28, S. 335.

[24] Schilling, Erich: Die Verbannung der Wolgadeutschen, in: Simplicissimus, 24.9.1941, Jg. 46, Nr. 39, S. 614.

[25] Lammel, Gisold: „Die Sowjetunion in Bildsatiren des “Simplicissimus” der Hitlerära”, in: Rösch, Gertrud M. & Helga Abret (Hrsg.): Simplicissimus: Glanz und Elend der Satire in Deutschland, Regensburg 1996, S. 202.

[26] Scriba, Arnulf: Der Überfall auf die Sowjetunion, veröffentlicht am 19.5.2015, in: Deutsches Historisches Musem <https://www.dhm.de/lemo>, zuletzt aufgerufen am 30.8.2020.

[27] Krieger 2013, S. 198.

[28] Vgl. Simon 1986, S. 153.

Autorin

Maria Bauer

Erschienen am 9.12.2020